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zwei katzen unterm sofa

Wohnt Schmidt’s Katze unter Hempel’s Sofa?

Wer hat eigentlich diese unsäglichen Redewendungen geprägt? Wie schnell vergleicht man etwas reales mit imaginären Sachen, die eigentliche keinen fassbaren Wert vermitteln? Eben, dass da „was abgeht, wie Schmidt’s Katze“, von der niemand wirklich weiß, ob sie Schmidt, Schmitt oder doch gleich Schmitz heißt. Gehörte sie vielleicht gar dem Altkanzler? Gibt es einen Beweis dafür, dass dieses Tier mit einem unglaublichen Tempo durch’s Leben flitzt? Oder ist es vielleicht doch eher ein ganz gemütliches Tier, das sich am liebsten nur vom Lieblingsplatz zum Fressnapf und wieder zurück bewegt?

zwei katzen unterm sofaUnd wer weiß schon, wie es unter der wohnzimmerlichen Sitzgelegenheit der Familie Hempel aussieht? Tut man hier vielleicht den Besitzern Unrecht, wenn man immer voraussetzt, dort würde ein unsägliches Chaos herrschen? Jedenfalls ertappe ich mich immer wieder bei diesen Vergleichen, die der Realität nicht standhalten.  Wie hoch müssten denn da die Beine von besagtem Sofa sein, wenn ich die zeitweilige Unordnung der Kinderzimmer darunter verstauen wollte? Man bräuchte wohl eine Leiter, um darauf Platz zu nehmen.

Wenn ich nicht Hempel’s Unrecht tun möchte, ziehe ich auch gern mal die Hottentotten heran: „…eine in der Kolonialzeit von den Buren erstmals verwendete Sammelbezeichnung für die in Südafrika und Namibia lebende Völkerfamilie der Khoi Khoi…“ (siehe wikipedia). Natürlich habe ich auch nicht die geringste Ahnung, wie es in deren Behausungen aussieht, geschweige denn, wie es bei denen eigentlich zugeht, trotzdem vergleiche ich die pubertierenden Teenager meiner Familie gern mal mit diesem Volksstamm. Ich bin mir auch nicht ganz sicher ob ich damit eher meinen Kindern oder den Hottentotten Unrecht tue.

Tier, Sitzmöbel und Völkerstamm gehören zu unserem etablierten Wortschatz und das wird sich sicher auch nicht so schnell ändern.  Nur die Frage, ob Schmidt’s Katze eventuell unter Hempel’s Sofa wohnt (kam im Gespräch mit den erwähnten Teenagern auf), hat mich etwas nachdenklich gestimmt 😉

 

Das Bild gibt es bei opixx.org