Archiv für den Monat: Januar 2014

zwei katzen unterm sofa

Wohnt Schmidt’s Katze unter Hempel’s Sofa?

Wer hat eigentlich diese unsäglichen Redewendungen geprägt? Wie schnell vergleicht man etwas reales mit imaginären Sachen, die eigentliche keinen fassbaren Wert vermitteln? Eben, dass da „was abgeht, wie Schmidt’s Katze“, von der niemand wirklich weiß, ob sie Schmidt, Schmitt oder doch gleich Schmitz heißt. Gehörte sie vielleicht gar dem Altkanzler? Gibt es einen Beweis dafür, dass dieses Tier mit einem unglaublichen Tempo durch’s Leben flitzt? Oder ist es vielleicht doch eher ein ganz gemütliches Tier, das sich am liebsten nur vom Lieblingsplatz zum Fressnapf und wieder zurück bewegt?

zwei katzen unterm sofaUnd wer weiß schon, wie es unter der wohnzimmerlichen Sitzgelegenheit der Familie Hempel aussieht? Tut man hier vielleicht den Besitzern Unrecht, wenn man immer voraussetzt, dort würde ein unsägliches Chaos herrschen? Jedenfalls ertappe ich mich immer wieder bei diesen Vergleichen, die der Realität nicht standhalten.  Wie hoch müssten denn da die Beine von besagtem Sofa sein, wenn ich die zeitweilige Unordnung der Kinderzimmer darunter verstauen wollte? Man bräuchte wohl eine Leiter, um darauf Platz zu nehmen.

Wenn ich nicht Hempel’s Unrecht tun möchte, ziehe ich auch gern mal die Hottentotten heran: „…eine in der Kolonialzeit von den Buren erstmals verwendete Sammelbezeichnung für die in Südafrika und Namibia lebende Völkerfamilie der Khoi Khoi…“ (siehe wikipedia). Natürlich habe ich auch nicht die geringste Ahnung, wie es in deren Behausungen aussieht, geschweige denn, wie es bei denen eigentlich zugeht, trotzdem vergleiche ich die pubertierenden Teenager meiner Familie gern mal mit diesem Volksstamm. Ich bin mir auch nicht ganz sicher ob ich damit eher meinen Kindern oder den Hottentotten Unrecht tue.

Tier, Sitzmöbel und Völkerstamm gehören zu unserem etablierten Wortschatz und das wird sich sicher auch nicht so schnell ändern.  Nur die Frage, ob Schmidt’s Katze eventuell unter Hempel’s Sofa wohnt (kam im Gespräch mit den erwähnten Teenagern auf), hat mich etwas nachdenklich gestimmt 😉

 

Das Bild gibt es bei opixx.org

 

Samentütchen

Samentütchen oder das Jucken im Grünen Daumen

Der Winter will nicht! Und meinetwegen muss er ja auch gar nicht.  Weihnachten ist vorbei und der Start in’s Neue Jahr löst in mir immer einen ungeheuren Tatendrang aus, unter anderem was den Garten betrifft.

Nicht ganz unschuldig ist dieses Jahr auch das Wetter. So kann ich schließlich schon viele kleine grüne Spitzen in den Beeten bewundern, die die Zwiebeln, die ich im Herbst in unkonventioneller Wurftechnik verteilt und dann eingegraben habe, schon langsam nach draußen schieben. Natürlich weiß ich, dass das viel zu früh ist und der Winter noch so richtig loslegen kann, aber sich selbst bremsen ist manchmal genauso schwer, wie den inneren Schweinehund zu überwinden. Und ob der Winter den seinigen noch überwindet, sei mal dahin gestellt.

SamentütchenAußerdem begrüßten mich neulich am Eingang meines bevorzugten Baumarktes die Regale mit den Samentütchen. Und da konnte ich dem Jucken im grünen Daumen nicht mehr widerstehen. Gefühlte Stunden verbrachte ich vor der riesigen Auswahl und spielte in meinem Kopf die Möglichkeiten durch, wo ich was „unter die Erde“ bringe. So landeten dann Samen für Salat, Kohlrabi, Radieschen, Tomaten, Möhren und Paprika erst auf dem Kassenband und dann in meiner Tasche.

Noch beschränken sich meine Aktivitäten auf die theoretische Planung, d.h. ich lege die Beete erstmal auf dem Papier an (da gibt es noch keine Rückenschmerzen von 😉 ).  Aber wenn nächstes Wochenende die Sonne scheint, könnte ich ja schon mal ein bisschen graben oder wenigstens meinen Pflanztisch aufräumen…